Barbaramahl 2014

Gemeinde St.Barbara - Mülheim an der Ruhr

Infos zum 5. Barbaramahl am 28.11.2014

am 28. November 2014 findet das diesjährige Barbaramahl in der Mülheimer Kirchengemeinde St. Barbara Dümpten statt. Der Pfarrer der Gemeinde, Manfred v. Schwartzenberg, hatte Ende des vergangenen Jahres in Abstimmung mit dem Kuratorium Barbaramahl beim Schlusswort des 4. Barbaramahles in Bochum dazu eingeladen. Der Vorschlag wurde von der damaligen Gesellschaft begeistert aufgenommen. Er selbst sei bemüht, die Heilige Barbara über ihre folkloristische Rolle hinaus in ein aktuelles Licht zu rücken.


Er sagt: „Barbara als Patronin der Bergleute zu sehen ist die historische Sicht, die wir unserem Revier und der Entstehung unserer Pfarrei schulden. Barbara als Sterbebegleiterin zu wissen, wird ihrer Verehrung als Nothelferin bis heute gerecht. Derzeit gewinnt sie immer mehr Bedeutung als die „Fremde“, wie ihr griechischer Name (ins Deutsche übersetzt) sagt. Sie ist die Patronin der Fremden, der Flüchtlinge, der Vertriebenen und Asylanten. Sie wurde ausgestoßen, musste fliehen und schließlich sterben, weil sie sich nicht dem Kaiserkult unterwerfen wollte. Sie erlitt, was viele Christen im Irak und anderen Teilen der islamischen Welt erleben, die sich nicht zum Islam bekehren wollen.“


Beim Barbaramahl in der Kirche werden keine Reden gehalten, sondern es kommt eine geistliche Speise hinzu: ein Oratorium, das die Legende erzählt, ihre Verehrung darstellt und ihre Bedeutung heute hervorhebt. Den Text verfasste der Pfarrer selbst, die Musik komponierte der an St. Barbara ansässige Kirchenmusiker Burkard Kölsch.


Der Bischof begrüßt diese Veranstaltung

Da ein Mahl in der Kirche (außer das eucharistische Mahl) nur in Ausnahmefällen und bestimmten Bedingungen erlaubt ist, wurde in dieser Sache der Bischof, Dr. Franz Josef Overbeck in seiner Zuständigkeit als Hausherr konsultiert. Er hat sich sehr intensiv mit dem Anliegen und den Planungen befasst und teilte u.a. mit:

 

„Auf der Grundlage dieses Antrages und der beigefügten ausführlichen Argumentation erteile ich Ihnen hiermit die Erlaubnis gemäß can. 1210 CIC, das diesjährige Barbaramahl in der von Ihnen vorgestellten Weise durchzuführen…. Im Zuge des gemeinsamen Reflektierens, Nachdenkens und Betens im Dialogprozess in unserer Diözese sollen besondere Akzente und Perspektivenwechsel den Blick auf unseren Glauben und den Zugang neu ermöglichen….Das Barbaramahl 2014 ist in diesen Prozess bewußt hineingestellt. In diesem Jahr verbindet sich das Barbaramahl mit der Aufführung des Barbaraoratoriums. An heiligem Ort wird beides zusammengeführt. Die Verehrung der Heiligen Barbara und ihr Beispiel der Zuwendung zu denen, die leiden, findet angemessenen Raum….


Bei der weiteren Vorbereitung des Barbaramahles und der Aufführung des Oratoriums wünsche ich allen Mitwirkenden viel Freude und Erfolg. In Vertrauen auf eine angemessene und sensible Planung des Barbaramahles angesichts des besonderen Ortes grüßt Sie in herzlicher Verbundenheit
Ihr + Franz-Josef Overbeck“

 

Ein außergewöhnliches Engagement der Gemeinde

Es ist dem Pfarrer und inzwischen der einladenden Gemeinde auch ein besonderes Anliegen, das Barbaramahl nicht einzukaufen und von fremden Kräften organisieren zu lassen. „Ich war begeistert“, sagte der Pfarrer, „als bei der Ideenfindung sich sogleich bewährte, mutmachende Kräfte aus der Gemeinde meldeten und ihre Mithilfe anboten mit dem Satz: „Das machen wir selbst, das schaffen wir.“ Das Ziel ist erreicht, wenn die Gäste unter St. Barbara mehr verstehen als eine Patronin vergangener Zeiten. Mögen sie St. Barbara als eine Patronin erleben, unter deren Namen eine lebendige Gemeinde ihren Glauben lebt und die Gäste willkommen heißt. Möge das Mahl den Blick auf die Flüchtlinge und Märtyrer unserer Tage lenken, deren Schicksal in ähnlicher Weise die Heilige Barbara in den Anfängen der Kirche geteilt hat.

 

Und mögen die Gäste kräftig spenden für den Benefizgedanken, so daß im Zusammenspiel von Zuwendungen und ehrenamtlichem Engagement, den Mülheimer Hospizen eine hilfreiche Unterstützung zu Gute kommt.